Ich bin überzeugter und gebürtiger Kölner und nehme es mit meiner Geburtsstadt Leverkusen nicht so genau. In meiner Wahlheimat Berlin ist das sowieso alles Rheinland.


Ich trage sieben Ringe – jeweils drei und vier an einer Hand und alle aus Silber.


Ich war als Kind leidenschaftlicher Briefmarken-Sammler, ebenso wie meine Geschwister. Wenn die Eigentumsrechte an einer bestimmten Marke umstritten waren, sind wir in der Nacht aufgestanden, und haben sie dem anderen aus dem Album geklaut.


Meine ersten Zigaretten habe ich als Erstklässler auf dem Schulhof geraucht – die weggeworfenen Kippen der Älteren. Blöderweise hat mich ein Lehrer erwischt, es war mein Vater.


Als Kind wollte ich Feuerwehrmann oder Seenotretter werden. Auf jeden Fall „irgendwas mit Menschenleben retten“.


Das erste Konzert, das ich besucht habe, war ein Auftritt des „Golden Gate Quartetts“ – im Anschluss habe ich mir die Autogramme aller vier Sänger ergattert.


Mit 15 Jahren musste ich einen Schreibmaschinenkurs machen – wofür ich damals meine Eltern verflucht habe. Noch heute kann ich blind mit zehn Fingern schreiben.


Richtig gut bin ich im Stand-up-Paddling und im Rollschuhlaufen. Gleichgewicht halten ist irgendwie mein Ding.


Ich habe vier Ausbildungen gemacht: Bankkaufmann, Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsjournalist und Systemischer Coach.


Vor 25 Jahren habe ich begonnen, Saxophon zu spielen. Vor 24 Jahren habe ich damit aufgehört. Seitdem steht das Instrument in meinem Zimmer.


Ich wurde in meinem Berufsleben fünf Mal entlassen. Das scheine ich zu brauchen, um etwas Neues anzufangen.


Meinen Motorrad-Führerschein habe ich mit 18 Jahren gemacht. Seitdem bin ich nicht mehr Motorrad gefahren.


Ich war über 20 Jahre Mitglied in der Katholisch-Studierenden Jugend (KSJ). Ausgetreten bin ich von einem Tag auf den anderen, als ich zum ersten Mal von einer Schülerin gesiezt wurde.


Erst mit 50 Jahren habe ich meinen biologischen Vater kennengelernt.


Fußball ist mir unwichtig, so lange der 1. FC Köln gewinnt und Bayern München verliert.


Ich liebe Hüte und besitze auch vier, traue mich aber viel zu selten, einen zu tragen.


Wenn Filme emotional sind, stehe ich schnell unter Wasser. Das ist so, seitdem ich mit 7 Jahren zum ersten Mal „Wenn der Vater mit dem Sohne“ mit Heinz Rühmann gesehen habe.


Mein Englisch ist lausig, obwohl ich es acht Jahre lang in der Schule hatte. Mein Französisch klingt passabel, obwohl es nur drei Jahre für mich Schulfach war. Wirklich hören lassen kann sich aber mein Kölsch.


In meinem Leben habe ich mir erst einmal einen Knochen gebrochen, als ich vor zwei Jahren einen großen Kleiderschrank meinte allein abbauen zu müssen – und mir ein Regalbrett auf den dicken Zeh fiel.


Als Journalist konnte ich mir zwei Jugendträume erfüllen. Ich bin auf einem Seenotrettungskreuzer mitgefahren und habe mich vom Dombaumeister durch die geheimen Winkel des Kölner Doms führen lassen.

2 Antworten

  1. Das finde ich ganz wunderbar. Ich habe das Gefühl, Dich völlig neu kennenzulernen.
    Wir sehen uns btw. nicht am 25.11. aller Wahrscheinlichkeit nach. Ich bin in München. :/ Der Zug ist noch nicht gebucht. ggf. könnte man zu späterer Stunde dazustoßen. Wäre aber ein ganz schöner Akt.
    Sonnige Grüße, Katharina

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